Mittwoch, 7. März 2012

NORDKVARK

Das Publikum sitzt erwartungsvoll, die Teller fast leergegessen, 
die Gläser wohl gefüllt, als drei Herren in dunklen Anzügen 
und mit riesigen Sonnenbrillen den Raum betreten. 
Keine Krawatten, den obersten Hemdknopf geöffnet.

 Sie betreten die Bühne und wenden sich dem Publikum zu.

 Es ist respektvoll still, alle halten den Atem an.
 Gesichter wie fleischgewordene Fahndungsplakate.
 Sie beginnen ihren Auftritt mit einem Sakrileg: 
Sie stecken sich Zigaretten an, einer sogar zwei. 

 Dann geben sie erste Geräusche von sich
 und jetzt merkt es auch der Letzte im Saal: 
Das sind drei prächtige Samen.



 Sie sind angetreten, uns die Kultur der Samen
 näher zu bringen, die viel mit Ritualen zu tun hat.


 Sie kommunizieren mit einer Art natürlicher Gebären,
 hier z.B. sieht man die Gebärde für Nokia

 Die tendenziell traurigen Lieder handeln von der
 Mannwerdung der Samen und vom Fangen und 
Zubereiten des wilden Lachses.

 Weibliche Samen werden in den Liedern nur im Zusammenhang mit
 der Paarung erwähnt, da sie es offenbar vorziehen, den ritualisierten 
Männern möglichst schnell zu entkommen, was zu einem 
Bindungsproblem für paarungswillige, männlichen Samen führt.

 Auch an diesem Abend zogen sie alle Register, 
den anwesenden Damen zu gefallen, inklusive 
der riskanten Zubereitung des wilden 
Lachses auf offener Bühne.


 Der wilde Lachs ist so gefährlich, dass er vor 
dem Verzehr in einen festen Mantel aus Panat 
gesperrt werden muss.

 Erst dann lässt er sich gefahrlos genießen.

 Keine Pause ohne Sauna.

 Da können die Chippendales aber einpacken.

 In rituellen Trachten zeigten sie 

 eindrucksvolle Tanzeinlagen

 im Sitzen

 sangen traurige, aufwühlende Lieder

voller Melancholie

und unterdrückter Begierde.

Mika, spiel er einen!

very, very sad

Reisende Samen sind immer auf der Suche nach 
willigen, weiblichen Nicht-Samen, denen sie 
dann mächtig den Hof machen. 

Und vor

und step

 und tscha tscha tscha!

Another very sad song...

Dann zogen sie nochmal blank...

und beendeten einen großartigen, verrückt witzigen Abend.

Näkemiin.

Fotos: Uli Riedel-Krug     Bearbeitung: Rainer Krug 

Freitag, 9. Dezember 2011

Süßer die Bleche nie klingen...

Von draußen,vom Walde, da kamen sie her...


video
Backblech
(Ich empfehle, die Videos nicht im Vollbildmodus anzusehen.)

Backblech sind:
 Roland Vanecek, Tuba u.a.

 Bernhard Vanecek, Posaune u.a.

Thomas Hammer, Percussion

Kann Musik humorvoll sein?

Wer am Nikolausabend im Badehaisel war, wird diese Frage ohne Zögern mit JA beantworten. Die drei Herren sind nicht nur geniale Musiker, die ihren Instrumenten das Beste entlocken, dass man auf ihnen spielen kann, sie haben auch einen bodenständigen Humor, der den Abend in jeder Hinsicht großartig machte. 

Das Badehaisel war über den letzten Platz hinaus gefüllt, das Publikum wurde neben Flammkuchen, Bohnensuppe, Schmalzbroten und Brezeln, auch mit Plätzchen und Lebkuchen verwöhnt. Die großartigen Weine rundeten den Genuss ab.


 Das war aber mal eine nette Nikoletta

 Diese beiden Herren geben sich als eineiige Zwillinge aus. 
Urteilen sie selbst!

Dieser Herr heißt Hammer, nomen est omen.

Wien ist in der kleinsten Hütte.
video
Ich weiß, das Georg Kreisler zugehört hat und er hatte eine große Freid.

 Ein echtes Backblech als perkussives Instrument.

 Auch die Wirtsleute hatten ihren Spaß

Ein Parcours durch die bekanntesten Weihnachtslieder, 
mit genialen Abschweifungen von Samba bis Pink Floyd.


video
 Chapeau!

Sind sie nicht goldig?

Alle Versuche, einen der Nikolause käuflich zu erwerben, schlugen fehl.

Ein unvergesslicher Abend, Weihnachten kann kommen.

Hätte der Vorverkauf für 2012 noch am Abend begonnen, gäbe es bereits keine Karten mehr.

Samstag, 22. Oktober 2011

Lemke, Nendza, Hillmann, Lantos

Lemke, Nendza, Hillmann, Lantos 
im Badehaisel
Samstag, 12. November 2011, 20:30 Uhr


Seit Jahren bereichert das Trio von Johannes Lemke, André Nendza und Christoph Hillmann die deutsche Jazzszene.

Johannes Lemke
André Nendza
Christoph Hillmann

Dieses phantastische Triokollektiv trifft nun auf den europäischen Spitzengeiger Zoltán Lantos, der dem Badehaisel Publikum durch verschiedene Auftritte in guter Erinnerung ist. 

Zoltán Lantos

hier mit Maggie Scott im Badehaisel


Gemeinsam durchstreifen alle vier eloquent und vital, abenteuerlustig und risikobereit die Grenzbezirke zwischen ethnischer Inspiration und improvisierter Musik. Spielfreude und Format der vier Extraklasse-Musiker versprechen ein ganz besonderes Konzert im Spannungsfeld zwischen Weltmusik und Jazz.

Über ihre neue CD schrieb die Fachzeitschrift Jazzpodium: „(…) Es gibt kaum ein anderes Jazzalbum, das ähnlich spannend und abwechslungsreich ist wie dieses. Ein wahres Kleinod!“

Also: Freuen Sie sich auf einen großartigen Abend und auf ein Wiedersehen mit einem alten Freund.

Samstag, 12. November 2011, 20:30 Uhr,. Eintritt: VVK 14.-€, AK 16.-€

Maggie Scott

MAGGIE SCOTT
im
Badehaisel
Samstag, 29. Oktober 2011, 20:30 Uhr

Maggy Scott
bei einem früheren Konzert im Badehaisel

Hier in Begleitung von Violinist Zoltán Lantos
der im Übrigen am Samstag, 12. November 2011 - 20.30 Uhr, 
mit der Formation Lemke, Nendza, Hillmann, Lantos
im Badehaisel auftritt.





Bereits mehrfach ist Maggy Scott im Badehaisel aufgetreten. Die unvergleichliche Basspedal- Spieltechnik hat Maggy Scott den Ruf einer Jazzorganistin der jungen Generation mit Drive und Groove bereitet. Zusammen mit ihrer legendären Hammond B 3 tritt Maggy Scott in neuer Besetzung mit dem Programm „Talking to the world“ im Badehaisel auf. Begleitet wird sie von Murad Seremercioglu, einem sehr gewandten Percussionisten, der sich wunderbar sowohl mit traditionellen Facetten des Orients als auch Elementen des Latin und Funk in die Besetzung einfügt. Dr. Gerd Putscheff an der Violine rundet die Besetzung ab. Cross-over aus Jazz, Klassik als auch ethnischen Elementen mit Violine, afrikanischen Percussion und Schlagzeug versprechen einen Abend der Extraklasse.

Maggy Scott - Hammond organ b3 plus basspedals
Dr. Gerd Putscheff, Violine
Murad Seremercioglu, diverse perkussion drums t.b.a.

Also: Samstag, 29. Oktober 2011, 20:30 Uhr, Eintritt: VVK: 14.-€, AK 16.-€